Gymnasium Wendelstein

Rojin Namer, Robina Karimi, Yasser Niksada, Shahzamir Hataki mit Schülern des Gymnasiums Wendelstein  |  Foto: Theresa Rüger

Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

25.10.2018• 10:00 • Gymnasium Wendelstein

»Das ist die beste Reise, die wir bis jetzt gemacht haben«, sagte unsere Poetin Rojin Namer über den ereignisreichen Tag, den wir am Gymnasium Wendelstein mit einer Lesung vor den Schüler*innen und zwei anschließenden Workshops verbracht haben. Eingeladen wurden wir im Zuge der Jugendinitiative »Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage« vom Paten des Wendelsteiner Gymnasiums, Klaus Schamberger. 

Etwa 200 Schüler*innen der 10. Klasse hatten sich an diesem Donnerstagmorgen in der Aula des Gymnasiums versammelt, um unseren Poet*innen zuzuhören. Vor diesem ungewöhnlich jungen Publikum lasen Robina Karimi, Rojin Namer, Shahzamir Hataki und Yasser Niksada ihre Gedichte auf Persisch, Arabisch und Deutsch. Die Schüler*innen lauschten aufmerksam und still – so ruhig sei es in den Klassen sonst nie, wurde uns anschließend berichtet. Sogar eine kleine Aufmerksamkeit hatten die Zehntklässler*innen für die Vortragenden vorbereitet: Jeder bekam ein kleines Notizbuch für zukünftige Gedichte, und einen traditionellen Nürnberger Lebkuchen. Im Anschluss an die Lesung bildeten sich schnell neugierige Trauben um die vier Poet*innen, es wurde nachgefragt, Kontakte wurden ausgetauscht und Gemeinsamkeiten festgestellt. Die beiden Workshops, die danach stattfanden, gaben noch einmal Anlass zum näheren Kennenlernen. Gemeinsam mit den Schüler*innen schrieben wir Briefe an Sympathisanten der AfD und an die Ausländerbehörde und fragten uns, was eigentlich Wörter wie Integration und Fremdheit für uns bedeuten. Heraus kamen berührende Texte, starke Worte und auch die ein oder andere Träne.

Wir bedanken uns bei den Schüler*innen für ihre Offenheit und ihr unglaublich warmes Willkommen. Großer Dank gebührt auch der verantwortlichen Lehrerin, Naemi Winner; die Stadtführung in Nürnberg und das gemeinsame Abendessen und Frühstück waren für uns alle sehr schön. Wir hoffen auf ein Wiedersehen!

70. Frankfurter Buchmesse

Samiullah Rassouli, Yevgeniy Breyger, Aarash D. Spanta, Amira Gudegast, Rojin Namer, Mahdi Hashemi, Yasser Niksada, Theresa Rüger  |  Foto: Tina Pfeifer/Tina Bernhard

Eröffnung Bookfest

9.10.2018 • 19:00 • 25hours Hotel The Trip

Jedes Jahr pilgern hunderttausende Literaturinteressierte, Autor*innen und Verleger*innen in die moderne Stadt am Main, um bei einem der größten Events dabei zu sein, das die literarische Landschaft Deutschlands zu bieten hat. Die Frankfurter Buchmesse lockte auch dieses Jahr mit einem internationalen und abwechslungsreichen Programm. Neben hochkarätigen Preisverleihungen wie dem Deutschen Buchpreis oder dem Deutschen Jugendliteraturpreis, Autogrammstunden und Veranstaltungen wurde dieses Jahr mit dem BOOKFEST erstmalig ein Begleitprogramm außerhalb des Messegeländes ins Leben gerufen. 

Wir hatten das große Glück, mit unserer Lesung im 25hours Hotel - The Trip das BOOKFEST zu eröffnen. Am Abend des 9. Oktober erschienen zahlreiche Zuhörer*innen, um den Gedichten unserer Poet*innen Amira Gudegast, Mahdi Hashemi, Rojin Namer, Samiullah Rasouli und Yasser Niksada zu lauschen. Auch unser Übersetzer Aarash D. Spanta war mit von der Partie und moderierte die Veranstaltung. Die deutschen Übersetzungen der Gedichte wurden von dem Autor und Poeten Yevgeniy Breyger gelesen, der durch die Organisation und die wunderbare Versorgung vor Ort dafür sorgte, dass wir uns sehr willkommen fühlten.

Klub Kabul

Pipa Kläy, Shahzamir Hataki  |  Foto: Max Rocholl

So schmeckt Afghanistan

07.10.2018 • 17:00 • Klub Kabul

Wie nah kann man Afghanistan mitten im Herzen Berlins sein? Wohl kaum näher als beim »Klub Kabul – So Schmeckt Afghanistan«, der an einem goldenen Oktobersonntag während des Streetfood-Festivals „Stadt Land Food“ auf dem Lausitzer Platz stattfand. 

Organisiert wurde die Veranstaltung von Conflictfood, einem Unternehmen, das fair gehandelte Produkte aus Konfliktregionen verkauft, um lokale Bäuer*innen zu unterstützen. Durch ein Live-Video Portal konnte man gemeinsam mit Menschen in Kabul an einem Tisch essen, es gab afghanisches Essen, spannende Diskussionen – und bei so viel gutem Geschmack durften natürlich auch afghanische Gedichte nicht fehlen.

Zwischen Safranlimos und traditioneller Musik lauschten viele angerührt unseren Poet*innen Mahdi Hashemi, Robina Karimi und Shahzamir Hataki, wie sie Gedichte über die Flucht, ihre Sehnsucht nach der Familie und dem Heimatland vortrugen. Viele der Zuhörenden teilten diese Erfahrungen und die Sehnsucht nach Afghanistan, andere hörten neugierig das erste Mal Stimmen aus dem Land am Hindukusch. Im Anschluss gab der Musiker Ustad Ghulam Hussain auf seiner Rubab kulinarische Klänge zum Besten und es wurde getanzt, gelacht und geklatscht. 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Sabine Grabe für die Einladung, und danken insbesondere dem wundervollen Publikum.

38. Erlanger Poetenfest

Rojin Namer  |  Foto: Rottkay

25.08.2018 – 26.08.2018 • 13.00 • Schlossgarten, Erlangen

Jedes Jahr zum Auftakt des deutschen Bücherherbstes findet in Erlangen das Poetenfest statt. Mit hundert Veranstaltungen und über 80 teilnehmenden Schriftsteller*Innen, Literaturkritiker*Innen und Publizist*Innen, zählt das Erlanger Poetenfest zu einem der größten und renommiertesten Literaturfestivals in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Das Poetry Project war dieses Jahr mit dabei, beim 38. Erlanger Poetenfest. 

Im wunderschönen Schlossgarten kamen die Festbesucher*Innen zusammen, um zahlreiche Lesungen, Panels und Diskussionen zu besuchen.

Neben Christoph Ransmayr, Daniel Kehlmann und Nora Bossong begeisterten und berührten auch unsere Jungpoet*Innen Shahzamir Hataki, Rojin Namer, Robina Karimi, Yasser Niksada, Samiullah Rasouli und Mahdi Hashemi mit ihren Gedichten ein großes Publikum.

Es wurde aber nicht nur gelesen und zugehört. Alle Besucher*Innen hatten die Möglichkeit, uns in unseren drei Zelten zu besuchen. Im Stillen Zelt wurde die Premiere unseres neuen Filmes „Allein nach Europa“ gefeiert, im Poesie Zelt konnten man sich selbst als Lyriker*In versuchen und im Ausstellungszelt wurden die preisgekrönten Gedichte von den The Poetry Project Poet*Innen nochmal in Ruhe gelesen. Wir hatten die Möglichkeit, mit vielen interessierten Menschen über unser Projekt zu sprechen und uns darüber auszutauschen. Während der zwei Festtage hatten wir viel Spaß bei unserer Poetry Lotterie. Jedes Los bedeutet nicht nur ein Gedicht, sondern gleichzeitig auch noch ein Gewinn aus unserer neuen Merchandise Kollektion.

 

 

Jugendkulturfest Wuppertal

Shahzamir Hataki  |  Foto: Charlotte Kramer

Do it! – Gemeinsam Kultur Gestalten

29.06.2018 • 19.00 • Die Börse, Kommunikationszentrum Wuppertal

Das Jugendkulturfest Do it! in Wuppertal hat bereits Tradition – schon zum dritten Mal lud die städtische Diakonie in diesem Juni zu einer offenen Bühne ein, für jugendliche Geflüchtete, ihre Vormund-Familien, für Ehrenamtliche und Mitarbeitende aus den Jugendhilfeeinrichtungen Wuppertals. 

Über sprachliche Grenzen hinweg trugen Filmbeiträge, Gesang, Poesie und zuletzt auch Tanzmusik. Ziel war es, die Jugendlichen zum einen näher zusammenwachsen zu lassen, ihnen außerdem aber auch eine Plattform für eigene Auftritte zu bieten, ganz individuell gestaltbar. Dazu wurde im Hof gegrillt, in einem der ältesten und größten soziokulturellen Zentren Deutschlands – in der Börse Wuppertal.

Zwischen den Musik-Beiträgen fanden dann auch Lyrics ganz anderer Art ihren Platz - Die Poetinnen und Poeten des Poetry Project lasen eindringliche Gedichte über verlorene Kindheit, über den beschwerlichen Weg nach Deutschland, über Hürden, aber auch über Freundschaft und Liebe, die jegliche Grenzen überwinden.

Organisation: Maria Shakura

Poetinnen und Poeten: Robina Karimi, Shahzamir Hataki, Yasser Niksada, Rojin Namer

Morgenland Festival

Robina Karimi  |  Foto: Rottkay

Fokus Zentralasien: Musik trifft Poesie

Mittwoch, 20.06.2018 • 20.00 • Felix-Nussbaum-Haus, Osnabrück

Seit 2005 widmet sich das Morgenland Festival vor allem musikalischen, aber auch sonstigen kulturellen Beiträgen aus dem Nahen Osten, ob Film, Foto oder Literatur. Dieses Jahr stand vom 05. Mai bis zum 24. Juni alles im Zeichen einer Verlagerung nach Zentralasien. Im Programm waren Künstlerinnen und Künstler etwa aus Afghanistan, Aserbeidschan, China, Kasachstan und Russland vertreten.

Am Vorabend der Poetry Project-Lesung wurde den schamanischen Klängen von Raushan Orozbaeva und Ulzhan Baibussynova aus Kasachstan gelauscht, am 20. Juni standen dann sieben junge Poetinnen und Poeten selbst auf der Bühne. Im Felix-Nussbaum-Haus, zwischen den Gemälden des jüdischen Künstlers und Drucken des Krisen-Fotografen Andy Spyra aus Afghanistan, entstand ein eindrucksvoller Rahmen für die berührende Poesie; ergänzt durch das bedrückende Ambiente der unverwechselbaren Architektur Daniel Libeskinds, spürbar geknüpft an die Deportation Nussbaums nach Auschwitz. 

Vor dem bis auf den letzten Platz besetzten Museumssaal wurden Texte über die Schrecken erzwungener Flucht gelesen, über das Alleinsein, aber auch über Stärke und Liebe, allen Widerständen zum Trotz. Vorgetragen wurde auf Persisch, Arabisch und Deutsch; weitere Übersetzungen ins Deutsche wurden ausdrucksstark von Schauspieler Oliver Meskendahl deklamiert. Zuletzt gab es minutenlange Standing Ovations, die Anerkennung und Respekt gegenüber dem Mut der Jugendlichen greifbar machten.

Dank geht an Theresa Mattusch, sowie an Festival-Leiter Michael Dreyer für die umfangreiche und ausgesprochen liebevolle Rundum-Betreuung vor Ort, die die Veranstaltung maßgeblich prägte.

Poetinnen und Poeten: Rojin Namer, Robina Karimi, Mahdi Hashemi, Mahdi Rezaei, Yasser Niksada, Shahzamir Hataki, Michael Krasnov
Künstlerische Leitung: Michael Dreyer, Theresa Mattusch

Morgenland Festival Osnabrück

 

Gostner Hoftheater

Rojin Namer, Shahzamir Hataki, Robina Karimi  |  Foto: Patricia Pahlke

10.06.2018 • 11.00 • Gostner Hoftheater

Mit »gemeinsam grenzenlos« zu mehr Toleranz

In Zeiten, in denen Menschen wieder nach einer deutschen Leitkultur rufen und auch Theater als Orte der offenen Begegnung Anfeindungen erfahren, wollen bayerische Schauspielhäuser zusammenstehen im Ringen um mehr Toleranz. Bereits 2017 gab es einen solidarischen Aktionstag, woraufhin sich in diesem Jahr erneut 19 bayerische Theater zusammenschlossen, um zu mehr Offenheit aufzurufen.

Mit einem vielfältigen Programm war das Gostner Hoftheater in Fürth bei Nürnberg vertreten, die Matinee unter dem Titel „gemeinsam grenzenlos“ umfasste musikalische Beiträge von sanftem Gitarren-Rock aus dem Iran bis zu äthiopischem Electropop, Performances seitens des Staatstheaters Nürnberg und einer Inklusionsgruppe der Lebenshilfe. Eine eindringliche Rede mit dem Aufruf zu mehr Toleranz hielt zudem Ulrich Khuon, Intendant des Deutschen Theater Berlin; für eine warme Atmosphäre sorgte das liebevoll gestaltete Theaterzelt. Dazu gab es Lesebeiträge von der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte über Shakespeare – hin zu The Poetry Project. Robina Karimi und Shahzamir Hataki aus Afghanistan und Rojin Namer aus Syrien lasen kraftvolle Texte, in denen es unter anderem um den Umgang mit Vorurteilen ging, um gesellschaftlichen Druck und um Emanzipation.

The Poetry Project bedankt sich bei Gisela Hoffmann für die Einladung zu dieser runden Veranstaltung und bei Thomas Witte, Ensemblemitglied am Gostner Hoftheater, für den gefühlvollen Vortrag der deutschen Texte. 

Künstlerische Leitung: Gisela Hoffmann

»Auf nach Wir«

Kompositionsprojekt

09.06.2018 • 16:00 • Stadthalle Hagen

The Poetry Project in concert – Gedichte von Ali Ahmade und Mohamad Mashghdost gibt es jetzt auch in Vertonung zu hören, sie wurden musikalisch interpretiert im Rahmen des einzigartigen Konzertes »Auf nach Wir« in der Stadt Hagen. 

Als Inspiration diente eine geplante Aufführung des städtischen Orchesters, welches das multilinguale Oratorium »Toward a Season of Peace« von Richard Danielpour spielen sollte. Darin werden die Themen Krieg und Frieden verhandelt, mit Fokus auf dem Mittleren Osten. In Anlehnung daran initiierte Komponist David Graham ein weiteres Projekt; etwa ein halbes Jahr lang ging er auf Chöre, Schulen und Bands zu, um dort ganz neue, einzigartige Stücke entstehen zu lassen. Er arbeitete mit einem Gospelchor, einem arabisch-deutschen Musikensemble, einem türkischen Chor, einem katholischen Knabenchor und einer inklusiven Rockband. 

In Hagen sei man der Auffassung, nur ein Mozart könne komponieren, so David Graham. Doch unter seinen Fittichen standen ausschließlich Laien, die teilweise noch kaum mit Musik in Kontakt gekommen waren. Das jüngste Mitglied von »Auf nach Wir« zählte gerade einmal sieben Jahre. Insgesamt wirkten 217 Komponistinnen und Komponisten aller Altersstufen mit, unter ihnen viele Geflüchtete. Die zwölf entstandenen Kompositionen wurden von 200 Interpreten auf die Bühne gebracht.

Es ging um Gemeinschaft, Frieden, Heimat, Flucht - die musikalische Suche nach einem friedvollen Miteinander. Dank der Beschäftigung mit diesen Themen war David Graham auf The Poetry Project aufmerksam geworden – durch Googeln. Wir freuen uns mit unseren Poeten und danken David Graham für die Konzeption dieses einzigartigen Projektes.

Aufzeichnungen: 

Ali Ahmade - Morgen

Mohamad Mashghdost - Heimat

 

6th annual TEEME Conference

Kahel Kaschmiri | Foto: Rottkay

Textual Border Crossings Part III: Poetry Reading

25.05.2018 • 20:00 • Freie Universität Berlin

Bei der dreitägigen TEEME Konferenz „Texts and Events across Borders“ an der Freien Universität Berlin drehte sich alles um das Überschreiten von Grenzen – ob metaphorischer, geographischer oder sprachlicher Natur. In zahlreichen Veranstaltungen rund um das Thema Transgression wurden von internationalen akademischen Gästen sprachliche und kulturelle Übersetzungsprozesse verhandelt, von William Shakespeare über Luís de Camões.

Am Abend des zweiten Tages unter dem Titel „Textual Border Crossings“ war auch das Poetry Project Teil des Programms – mit seiner ersten englischsprachigen Lesung, die dem vielsprachigen Publikum einen unmittelbaren Zugang zu den Texten ermöglichen sollte. Unsere Poetinnen und Poeten lasen intime Gedichte darüber, wie sie selbst Grenzen überschritten haben, um ihre Heimat zu verlassen – sowohl Ländergrenzen, als auch ganz persönliche. Ihre Lyrik handelte außerdem vom Umgang mit der teils sehr fremd erscheinenden Kultur in Deutschland, und von den Erwartungen der so weit zurückgelassenen Familien.

Gelesen wurde neben Englisch auch auf Deutsch, Arabisch und Persisch. Wir danken Maxmarie Wilmoth und Hanna Baumann für die Übersetzung ins Englische, und John Julian vom English Theatre Berlin für den wunderbaren Vortrag der englischen Fassungen, die Teile des Publikums zu Tränen rührten.

Organisation: Prof. Dr. Sabine Schülting (Freie Universität Berlin)

Poetinnen und Poeten: Kahel Kaschmiri, Mahdi Hashemi, Mahdi Rezaei, Michael Krasnov, Robina Karimi, Rojin Namer

Programm

West-Östlicher Poesieabend

v.r.n.l. Gustav Seibt und Übersetzer Mustafa Al-Slaiman | Foto: Rottkay

Was Poesie leisten kann

16.05.2018 • 19:00 • Box Freiraum

 

Autoren und Literatur-Kenner aus Ost und West trafen sich vergangenen Mittwoch im Kunstraum Box Freiraum in Berlin-Friedrichshain. Mit ihren Texten tauschten sie sich aus darüber, wie Literatur zum Verständnis über die aktuellen Ereignisse beitragen kann, die so viele Geflüchtete zu uns brachten.

Benannt war der Poesieabend nach Goethes großer Gedichtsammlung: „West-östlicher Diwan".

In Berlin lebende Poeten lasen ihre sehr persönlichen Texte über die Ankunft in Deutschland, ihr Erinnern an den Krieg, den Alptraum, dem sie entflohen sind. Sie erzählten von der Zerstörung ihres Landes, die für sie viel tiefer geht, als nur ein Stück Erde zu verlieren. Was geschieht, wenn mit Gewalt die eigenen Wurzeln herausgerissen werden?

Goethe-Experte Gustav Seibt und Literatur-Übersetzer Mustafa Al-Slaiman lasen zweisprachig Goethes Gedicht „Hegire“.

Ayham Majid Agha schrieb über die Suche nach Geborgenheit in der Fremde und Sinneseindrücke aus seinem Heimatland, Syrien. Kefah Ali Deeb, ebenfalls aus Syrien, schilderte ihre alptraumhaften Erinnerungen an die Flucht, und wie sie in den Monaten davor in Damaskus verhaftet und gefoltert wurde.

Die jungen Autoren von The Poetry Project stellten ihre Texte vor, wie unterschiedlich ihr Leben in der Heimat war, verglichen mit dem Leben hier, zum Beispiel im Dialog von Kahel Kaschmiri, 17, aus Afghanistan mit dem Berliner Michael Krasnov, 18. Unsere neue Autorin Rojin Namer, 15, las davon, wie sie vor drei Jahren aus Syrien von den Eltern nach Berlin geschickt wurde, und wie die Erwartungen der Familie auf ihren Schultern lasten.

Der ehemalige Intendant der Berliner Festspiele, Joachim Sartorius, zitierte schließlich Gedichte – im Original gelesen von Mustafa Al-Slaiman – der großen Dichter des syrischen Poeten-Himmels, Adonis, Nizar Qabbani und Mohammad Al-Maghut.

Der bekannte Musiker und Komponist Ashraf Kateb aus Syrien nahm das Publikum mit seiner Geige auf eine Reise ganz eigener Art, er erinnerte an Orte und Personen, die heute nicht mehr sind.

medico international

Rojin Namer, Ilija Trojanow  |  Foto: Sophia Schlette

50 Jahre medico

Samstag, 28.04.2018 • 19:00 • medico international

Zum Jubiläum von medico international war The Poetry Project im April zu einer Lesung nach Frankfurt geladen. Die Hilfsorganisation widmet sich dem Erkennen und der Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung, indem sie bestehende, funktionierende Strukturen in Afrika, Asien und Lateinamerika unterstützt, anstatt Hilfsgüter aus Europa zu exportieren. So soll für mehr Nachhaltigkeit gesorgt werden; durch Kampagnen und Veranstaltungen will medico international zur Information einer kritischen Öffentlichkeit beitragen. 

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand zunächst die gegenwärtige Lage in Afghanistan, nähergebracht durch Thomas Ruttig, Journalist und Kodirektor des unabhängigen Thinktanks Afghanistan Analysts Network. Konkret ging es dann um die Rolle der Poesie in Zeiten des Krieges, um die Ästhetik einer literarischen Form, die zwar verschüttet scheinen mag, unter den Trümmern aber überdauert und nun von einer jungen Generation weitergetragen wird. Das Poetry Project unterstützt Geflüchtete dabei, ihr kulturelles Erbe fortzuführen und sich im Austausch mit deutschen Schülerinnen und Schülern über kulturelle Besonderheiten auseinanderzusetzen. So wurde dann nicht zuletzt ein Dialog-Gedicht über den vergangenen Sommer gelesen, in dem afghanische und deutsche Lebenswirklichkeiten schonungslos aufeinanderprallen; dazu kamen Texte über die Schrecken der Flucht, sowie über Fremdheit und Vertrauen. Die deutschen Fassungen wurden von dem preisgekrönten Autor und Übersetzer Ilija Trojanow vorgetragen, der sich in seinen eigenen Werken ebenfalls mit Flucht auseinandersetzt. Die musikalische Begleitung spielte die Hamnawa Band, die sich aus afghanischen Flüchtlingen aus Frankfurt zusammensetzt.

Organisation: Ramona Lenz

Poetinnen und Poeten: Kahel Kaschmiri, Robina Karimi, Michael Krasnov, Rojin Namer, Samiullah Rasouli, Mahdi Rezaei

medico international

 

Grassi Museum für Völkerkunde

v.l.n.r. Kahel Kaschmiri, Hajo Jahn, Aarash D. Spanta. Projektion: Ghani Ataei  |  Foto: Thekla Engelien

Meine Augen haben die Farben des Unglücks gesehen

Sonntag, 18.03.2018 • 19:00 Uhr • Grassi Museum

Nachdem der Else-Lasker-Schüler-Preis Anfang Februar an sechs Poeten des Poetry Project und Übersetzer Aarash Spanta verliehen wurde, war das Projekt am 18. März im Rahmen von „Leipzig lauscht“ zu einer Lesung im Grassi Museum für Völkerkunde in Leipzig eingeladen. Die Moderation übernahm Hajo Jahn, Journalist und Vorsitzender der Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft. Jahn stellte einleitend thematische Gemeinsamkeiten zwischen den Texten der bedeutenden deutsch-jüdischen Dichterin und der Poesie der afghanischen Jugendlichen heraus, von der Verhandlung der Fluchterfahrung hin zu kultureller Vermittlung. 

Er zitierte Gedichte der jungen Poeten und trug die deutschen Fassungen von Kahel Kaschmiris Texten vor, die der 16-Jährige selbst gefühlvoll auf Persisch las und dem Publikum Gänsehaut und Tränen entlockte. Zudem trat Hajo Jahn in einen Dialog mit Aarash Spanta, der mit viel Einfühlungsvermögen und Sensibilität von den individuellen Geschichten der Jugendlichen erzählte, von ihrer Arbeit mit dem Poetry Project, von Politik und Poesie in Afghanistan.

Moderation: Hajo Jahn
Künstler: Kahel Kaschmiri

Grassi Museum für Völkerkunde 

 

Literaturinitiative Berlin

The Poetry Project | Foto © Rottkay
Hanna Schygulla mit Workshop-Teilnehmern aus Eritrea | Foto: Rottkay

Dienstag, 20.02.2018 • 19 Uhr • Schwartzsche Villa

Ankunft – Meine Heimat im Gepäck.

Lesung des The Poetry Project e. V. in Zusammenarbeit mit dem Projekt TalentCAMPUS 18+ der VHS Steglitz-Zehlendorf

Hanna Schygulla liest zur Einführung aus Jenny Erpenbecks »Gehen, ging, gegangen« und Bertolt Brechts »Über die Bezeichnung Emigranten«. Die bekannte Schauspielerin unterstützt die LiteraturInitiative und deren Literaturprojekte für junge Menschen.

Allein nach Deutschland geflüchtete Jugendliche und junge Erwachsene aus Afghanistan, Irak, Syrien und Eritrea lesen ihre Gedichte. In ihren berührenden Texten geben sie Auskunft über Flucht, Ankunft in Deutschland, Sehnsucht und Fremdheit und wie sie sich die Zukunft vorstellen. Die jungen Dichter sind Teilnehmer der Berliner Schreib-Initiative The Poetry Project, sie kommen von der Volkshochschule Steglitz, »Pfefferwerk« und dem Deutschen Roten Kreuz. Dabei sind ausserdem zwei Preisträger des Else Lasker-Schüler Lyrikpreises.

Gelesen wird auf Arabisch, Deutsch und Persisch. Im Anschluss der Lesung gibt es Gelegenheit zur Diskussion.

Künstlerische Leitung: Steffi Eisenschenk, The Poetry Project
Lesung der deutschen Texte: Florian Goldberg

CityKirche Elberfeld Wuppertal

The Poetry Project | Foto © Rottkay
Samiullah Rasouli | Foto: Rottkay

Samstag, 10.02.2018 • Katholische Citykirche Elberfeld

Lesung mit anschliessender Diskussion: Die jungen Poeten - Ghani Ataei, Mahdi Hashemi, Kahel Kaschmiri, Samilullah Rasouli, Shahzamir Hataki und Yasser Niksada - gaben Auskunft, wie schwierig und zugleich aufregend es ist, aus einer anderen ganz Welt in die unsere zu kommen, wie sie versuchen, ihre Scheu vor fremden Menschen zu überwinden, warum das Schreiben für sie befreiend ist, und auch über ihren ersten Liebeskummer in Berlin. Der Wuppertaler Poetry Slammer Jan Philipp Zymny las die Gedichte auf Deutsch.

Else Lasker-Schüler-Lyrikpreis – Preisverleihung

The Poetry Project | Foto © Rottkay
Günter Wallraff | Foto: Rottkay

Freitag, 09.02.2018 • Stadtsparkasse Wuppertal

Günter Wallraff hielt eine flammende und gleichsam einfühlsame Laudatio auf die berührenden Gedichte der jugendlichen Poeten. Er nutzte die Gelegenheit auch für Kritik an der deutschen Regierung und ihrer Politik gegenüber Kriegsflüchtlingen. Deutschland leide nicht an einer »Flüchtlingskrise, sondern an einer Humanitätskrise«, sagte Wallraff und erinnerte an den Sommer 2015, als viele Deutsche Flüchtlinge willkommen geheißen hatten, dass diese hilfsbereiten und liberalen Bürger, die »noch immer die Mehrheit« seien, dann aber nur kurze Zeit später durch fremdenkritische und rechtspopulistische Kräfte verdrängt wurden. Der Autor würdigte die vielversprechenden Talente der Preisträger – »Eure Lyrik öffnet die Herzen der Menschen«, zitierte die Westdeutsche Zeitung Wallraffs Appell: »Sorgen wir für eine bessere Zukunft gemeinsam mit denen, die bei uns Zuflucht suchen.« Westdeutsche Zeitung 
Der Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal Andreas Mucke las die Gedichte auf Deutsch.

»Die Texte seien erschütternde, erstaunlich reife lyrische Schicksalsbeschreibungen der 14 bis 18 Jahre alten Jugendlichen, die die Geschichte ihrer Flucht dokumentierten. Die poetischen Lebenszeichen erinnerten auch an deutsche Exilanten wie Else Lasker-Schüler und ihre Werke.« rbb

Else Lasker-Schüler-Gesellschaft

Sasha Waltz & Guests

The Poetry Project | Foto © Rottkay
Shahzamir Hataki | Foto © Rottkay

Einen Schritt näher – Zuhören

Sonntag, 26.11.2017 • 16:30 • Radialstem • Studio A

Drei geflüchtete Jugendliche proben seit September 2017 mit den Tänzern der Kindertanzcompany Berlin. Sie sind damit Teil des geöffneten dritten Raums ZUHÖREN, von Sasha Waltz & Guests,  der eine Schnittstelle zwischen Kunst, Politik, Öffentlichem und Privatem herstellt. Die Stimmen der Poeten, die verschiedenen Sprachen - Persisch und Deutsch - die Wortbilder ihrer Gedichte, ihre Gedanken überlappen sich mit der Musik, bewegen sich im Tanz durch den Saal. Die Atmosphäre im Raum verdichtet sich, Kontraste entstehen, zwischen Leichtigkeit der Tänzer und der Melancholie der Texte und lösen sich wieder auf, die Melodien verbinden sich. Die Stimmen von Shahzamir, Yasser und Mahdi eröffnen einen Dialog und nehmen die Zuschauer mit in deren Gedankenwelt, ihre Erlebnisse, ihre Sicht auf die Dinge.

Vom 24. bis 26. November lädt Sasha Waltz Künstler*innen, Aktivist*innen und das Publikum zu Tanz, Musik, Film, Gesprächen und gemeinsamem Essen ins Radialsystem V ein. Themenschwerpunkte sind »The Art of Resistance« und »Empowerment of Communities«.

internationales literaturfestival berlin 2017

The Poetry Project | Foto © Rottkay
Moderation: Susanne Koelbl | Foto: Rottkay

Ankunft II – Literarische Reportagen

Samstag, 16.09.2017 • 14:30 Uhr • 17. internationales literaturfestival berlin

Die jugendlichen Geflüchteten stellten Reportagen vor über Erfahrungen, Sorgen und Hoffnungen, die mit der Ankunft in Deutschland verbunden waren und sind – Kahel Kaschmiri mit »Die zerrissenen Schuhe«, Mahdi Hashmedi mit »Häutungen« und Shahzamir Hataki mit »Löwenherz«. Der Schauspieler Matthias Scherwenikas las die Reportagen auf Deutsch. Ausschnitte der Reportagen waren während des Festivals im Rahmen einer Ausstellung im Haus der Berliner Festspiele zu lesen.

Gedächtniskirche

The Poetry Project | Foto © Rottkay
Yasser Niksada, Mahdi Hashemi, Samiullah Rasouli | Foto: Rottkay

10 Jahre Stiftung Telefonseelsorge

12.06.2017 • 19.30 • Gedächtniskirche

Renate Künast sprach in der Gedächtniskirche zum Jubiläum der Telefonseelsorge, bei dem auch die jungen Poeten Mahdi Hashemi, Yasser Niksada und Samiullah Rasouli ihre Gedichte vortrugen. Voller Respekt für die engagierte Arbeit der Telefonseelsorger/innen und sichtlich berührt vom Vortrag der jugendlichen Dichter, teilte die Politikerinn ihre Vorstellungen von einem gelingenden Miteinander in Berlin. Der Philosoph Florian Goldberg las die Gedichte auf Deutsch.

Lange Nacht der Ideen

The Poetry Project | Foto © Rottkay
Banner | Foto: Rottkay

12.05.2017 • 19:00 • Auswärtiges Amt

Eine Veranstaltung des Auswärtige Amts zur Langen Nacht der Ideen, bei der Inhalte der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik präsentiert und Verbindungen zu Kultur und Bildung im Inland aufgezeigt wurden. Die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen hat das Sprachlernprogramm »Deutsches Sprachdiplom« für Willkommensklassen entwickelt. Im Rahmen der langen Nacht wurden gemeinsam mit anderen Partnern verschiedene Sprach- und Kulturprojekte mit Willkommensklassen präsentiert. Der Philosoph Florian Goldberg las die Gedichte auf Deutsch.

Bundesverwaltungsamt

Versfest

The Poetry Project | Foto © Rottkay
Susanne Koelbl im Gespräch mit Teilnehmern am Schreibworkshop beim versfest 2017 | Foto: Rottkay

Lesung und Workshop

20.03.2017 • 11:15 • Collegium Hungaricum

Der Poetry Project-Workshop auf dem versfest war der Startpunkt für Kooperationen mit Schulen, die das Poetry Project in ihrer Integrationsarbeit einsetzen möchten. Am Workshop konnten ein bis zwei persischsprachige Mädchen sowie ein bis zwei persischsprachige Jungen aus Willkommensklassen der Stufen 8–13 teilnehmen. Außerdem konnten bis zu 150 Schüler*Innen der Klassenstufen 8–13 sowie alle weiteren Interessierten als Publikum an der Veranstaltung teilnehmen.

versfest

Box Freiraum

The Poetry Project | Foto © Rottkay
Interview mit Ghani Ataei | Foto: Rottkay

Geflüchtete im Iran

07.02.2017 • 19:00 • Box Freiraum

Der Iran ist eines der wichtigsten Aufnahmeländer für afghanische Flüchtlinge. Millionen Afghanen haben ihr Heimatland verlassen, um in ihrem Nachbarland Schutz zu suchen. Dabei hat aber nur ein Drittel von Ihnen eine Aufenthaltsgenehmigung; viele bewegen sich illegal im Land, verdingen sich als Tagelöhner. Zwischen der iranischen Mehrheitsgesellschaft und der afghanischen Gemeinschaft gibt es Spannungen. Nicht wenige sehen sie als Belastung für das System und als Wettbewerber um knappe Ressourcen.Noch im jugendlichen Alter, haben die Dichter von »The Poetry Project« den Iran als Flüchtlinge durchquert. Sie leben heute in Berlin, drücken ihre Erfahrungen in Poesie aus und knüpfen so an afghanische und persische Traditionen an. Lesung und Gespräch mit Jamaluddin Sajjadi. Die Schauspielerin Lydia Schamschula und der Philosoph Florian Goldberg lasen die Gedichte auf Deutsch.

Goethe Institut

internationales literaturfestival berlin 2016

The Poetry Project | Foto © Rottkay
Mahdi Hashemi, Yasser Niksada | Foto: Rottkay

Kinder- und Jugendprogramm

16.09.2016 • 11:00 • Haus der Berliner Festspiele

Die jungen Dichter traten beim internationalen literaturfestival berlin 2016 ein zweites Mal auf, diesmal vor einem ganz anderen Publikum, das sich vor allem aus Schulklassen zusammensetzte. 

Nach dieser Lesung der jungen Dichter bildeten sich vor dem Büchertisch spontan lange Schlangen mit Dutzenden junger Menschen. Berliner Schülerinnen und Schüler standen an, um einen der Gedichtbände der Berliner Anthologie The Poetry Project zu erwerben und die Kriegsflüchtlinge um ein Autogramm zu bitten. Viele wollten mehr über die Autoren wissen und baten sie sogar um ihre Telefonnummer.

Schlagartig wurde klar: Wenn es Gedichte vermögen, dieses menschliche Interesse für einander zu wecken, funktioniert das nicht nur auf einem Literaturfest, sondern auch anderswo. Der beste Platz dafür ist natürlich die Schule und überall dort, wo Geflüchtete und deutsche Bürger regelmäßig zusammentreffen.

Die Schauspielerin Lydia Schamschula und die Spiegel Auslandskorrespondentin Susanne Koelbl lasen die Gedichte auf Deutsch.

internationales literaturfestival berlin 2016 – Auftakt

The Poetry Project | Foto © Rottkay
Samiullah Rasouli | Foto: Rottkay

06.09.2016 • 21:00 • Haus der Berliner Festspiele

Den Auftakt beim Internationalen literaturfestival berlin 2016 machte die Vorveranstaltung »The Poetry Project«, bei dem Ghani Ataei, Mahdi Hashemi, Kahel Kaschmiri, Samilullah Rasouli, Shahzamir Hataki und Yasser Niksada aus Afghanistan und dem Iran ihre Gedichte vortrugen. Die Schauspielerin Lydia Schamschula und die Spiegel Auslandskorrespondentin Susanne Koelbl lasen die Gedichte auf Deutsch.

Es seien »berührende und dramatische Gedichte, die eine Vorstellung vermitteln von der Flucht und bringen uns die Menschen näher, die sie verfasst haben … Zeugnisse der aktuellen humanitären Krisen. Aber auch ihre Kultur wird in der Lyrik vermittelt, denn obwohl die jugendlichen Dichter zum Teil ihre ersten Gedichte verfassen und nicht immer eine kontinuierliche Bildung genossen haben, zeigen die Texte, in welcher kulturellen Tradition sie stehen. Ähnlich wie die bekanntere persische Dichtung wirken diese Gedichte erzählend und prosaisch ohne den Gedichtcharakter zu verlieren.« FAZ

Erste öffentliche Lesung

The Poetry Project | Foto © Rottkay
Shahzamir Hataki, Susanne Koelbl | Foto: Rottkay

17.05.2016 • 19:00 • Box Freiraum

Die erste öffentliche Lesung mit Ghani Ataei, Mahdi Hashemi, Shahzamir Hataki, Kahel Kaschmiri, Mohamad Mashghdost, Yasser Niksada und Samiullah Rasouli. Die Schauspielerinnen Julia Huston und Mira Wichers lasen die Gedichte auf Deutsch.

»Was sie vortrugen, war nicht orientalisch-blumig, aber auch nicht westlich-cool. Es war erschütternd, weil es Erfahrungen zur Sprache brachte, an denen andere zerbrechen.« Süddeutsche Zeitung