Gymnasium Wendelstein

Rojin Namer, Robina Karimi, Yasser Niksada, Shahzamir Hataki mit Schülern des Gymnasiums Wendelstein  |  Foto: Theresa Rüger

Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

25.10.2018• 10:00 • Gymnasium Wendelstein

»Das ist die beste Reise, die wir bis jetzt gemacht haben«, sagte unsere Poetin Rojin Namer über den ereignisreichen Tag, den wir am Gymnasium Wendelstein mit einer Lesung vor den Schüler*innen und zwei anschließenden Workshops verbracht haben. Eingeladen wurden wir im Zuge der Jugendinitiative »Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage« vom Paten des Wendelsteiner Gymnasiums, Klaus Schamberger. 

Etwa 200 Schüler*innen der 10. Klasse hatten sich an diesem Donnerstagmorgen in der Aula des Gymnasiums versammelt, um unseren Poet*innen zuzuhören. Vor diesem ungewöhnlich jungen Publikum lasen Robina Karimi, Rojin Namer, Shahzamir Hataki und Yasser Niksada ihre Gedichte auf Persisch, Arabisch und Deutsch. Die Schüler*innen lauschten aufmerksam und still – so ruhig sei es in den Klassen sonst nie, wurde uns anschließend berichtet. Sogar eine kleine Aufmerksamkeit hatten die Zehntklässler*innen für die Vortragenden vorbereitet: Jeder bekam ein kleines Notizbuch für zukünftige Gedichte, und einen traditionellen Nürnberger Lebkuchen. Im Anschluss an die Lesung bildeten sich schnell neugierige Trauben um die vier Poet*innen, es wurde nachgefragt, Kontakte wurden ausgetauscht und Gemeinsamkeiten festgestellt. Die beiden Workshops, die danach stattfanden, gaben noch einmal Anlass zum näheren Kennenlernen. Gemeinsam mit den Schüler*innen schrieben wir Briefe an Sympathisanten der AfD und an die Ausländerbehörde und fragten uns, was eigentlich Wörter wie Integration und Fremdheit für uns bedeuten. Heraus kamen berührende Texte, starke Worte und auch die ein oder andere Träne.

Wir bedanken uns bei den Schüler*innen für ihre Offenheit und ihr unglaublich warmes Willkommen. Großer Dank gebührt auch der verantwortlichen Lehrerin, Naemi Winner; die Stadtführung in Nürnberg und das gemeinsame Abendessen und Frühstück waren für uns alle sehr schön. Wir hoffen auf ein Wiedersehen!

70. Frankfurter Buchmesse

Samiullah Rassouli, Yevgeniy Breyger, Aarash D. Spanta, Amira Gudegast, Rojin Namer, Mahdi Hashemi, Yasser Niksada, Theresa Rüger  |  Foto: Tina Pfeifer/Tina Bernhard

Eröffnung Bookfest

9.10.2018 • 19:00 • 25hours Hotel The Trip

Jedes Jahr pilgern hunderttausende Literaturinteressierte, Autor*innen und Verleger*innen in die moderne Stadt am Main, um bei einem der größten Events dabei zu sein, das die literarische Landschaft Deutschlands zu bieten hat. Die Frankfurter Buchmesse lockte auch dieses Jahr mit einem internationalen und abwechslungsreichen Programm. Neben hochkarätigen Preisverleihungen wie dem Deutschen Buchpreis oder dem Deutschen Jugendliteraturpreis, Autogrammstunden und Veranstaltungen wurde dieses Jahr mit dem BOOKFEST erstmalig ein Begleitprogramm außerhalb des Messegeländes ins Leben gerufen. 

Wir hatten das große Glück, mit unserer Lesung im 25hours Hotel - The Trip das BOOKFEST zu eröffnen. Am Abend des 9. Oktober erschienen zahlreiche Zuhörer*innen, um den Gedichten unserer Poet*innen Amira Gudegast, Mahdi Hashemi, Rojin Namer, Samiullah Rasouli und Yasser Niksada zu lauschen. Auch unser Übersetzer Aarash D. Spanta war mit von der Partie und moderierte die Veranstaltung. Die deutschen Übersetzungen der Gedichte wurden von dem Autor und Poeten Yevgeniy Breyger gelesen, der durch die Organisation und die wunderbare Versorgung vor Ort dafür sorgte, dass wir uns sehr willkommen fühlten.

Klub Kabul

Pipa Kläy, Shahzamir Hataki  |  Foto: Max Rocholl

So schmeckt Afghanistan

07.10.2018 • 17:00 • Klub Kabul

Wie nah kann man Afghanistan mitten im Herzen Berlins sein? Wohl kaum näher als beim »Klub Kabul – So Schmeckt Afghanistan«, der an einem goldenen Oktobersonntag während des Streetfood-Festivals „Stadt Land Food“ auf dem Lausitzer Platz stattfand. 

Organisiert wurde die Veranstaltung von Conflictfood, einem Unternehmen, das fair gehandelte Produkte aus Konfliktregionen verkauft, um lokale Bäuer*innen zu unterstützen. Durch ein Live-Video Portal konnte man gemeinsam mit Menschen in Kabul an einem Tisch essen, es gab afghanisches Essen, spannende Diskussionen – und bei so viel gutem Geschmack durften natürlich auch afghanische Gedichte nicht fehlen.

Zwischen Safranlimos und traditioneller Musik lauschten viele angerührt unseren Poet*innen Mahdi Hashemi, Robina Karimi und Shahzamir Hataki, wie sie Gedichte über die Flucht, ihre Sehnsucht nach der Familie und dem Heimatland vortrugen. Viele der Zuhörenden teilten diese Erfahrungen und die Sehnsucht nach Afghanistan, andere hörten neugierig das erste Mal Stimmen aus dem Land am Hindukusch. Im Anschluss gab der Musiker Ustad Ghulam Hussain auf seiner Rubab kulinarische Klänge zum Besten und es wurde getanzt, gelacht und geklatscht. 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Sabine Grabe für die Einladung, und danken insbesondere dem wundervollen Publikum.

38. Erlanger Poetenfest

Rojin Namer  |  Foto: Rottkay

25.08.2018 – 26.08.2018 • 13.00 • Schlossgarten, Erlangen

Jedes Jahr zum Auftakt des deutschen Bücherherbstes findet in Erlangen das Poetenfest statt. Mit hundert Veranstaltungen und über 80 teilnehmenden Schriftsteller*Innen, Literaturkritiker*Innen und Publizist*Innen, zählt das Erlanger Poetenfest zu einem der größten und renommiertesten Literaturfestivals in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Das Poetry Project war dieses Jahr mit dabei, beim 38. Erlanger Poetenfest. 

Im wunderschönen Schlossgarten kamen die Festbesucher*Innen zusammen, um zahlreiche Lesungen, Panels und Diskussionen zu besuchen.

Neben Christoph Ransmayr, Daniel Kehlmann und Nora Bossong begeisterten und berührten auch unsere Jungpoet*Innen Shahzamir Hataki, Rojin Namer, Robina Karimi, Yasser Niksada, Samiullah Rasouli und Mahdi Hashemi mit ihren Gedichten ein großes Publikum.

Es wurde aber nicht nur gelesen und zugehört. Alle Besucher*Innen hatten die Möglichkeit, uns in unseren drei Zelten zu besuchen. Im Stillen Zelt wurde die Premiere unseres neuen Filmes „Allein nach Europa“ gefeiert, im Poesie Zelt konnten man sich selbst als Lyriker*In versuchen und im Ausstellungszelt wurden die preisgekrönten Gedichte von den The Poetry Project Poet*Innen nochmal in Ruhe gelesen. Wir hatten die Möglichkeit, mit vielen interessierten Menschen über unser Projekt zu sprechen und uns darüber auszutauschen. Während der zwei Festtage hatten wir viel Spaß bei unserer Poetry Lotterie. Jedes Los bedeutet nicht nur ein Gedicht, sondern gleichzeitig auch noch ein Gewinn aus unserer neuen Merchandise Kollektion.

 

 

Jugendkulturfest Wuppertal

Shahzamir Hataki  |  Foto: Charlotte Kramer

Do it! – Gemeinsam Kultur Gestalten

29.06.2018 • 19.00 • Die Börse, Kommunikationszentrum Wuppertal

Das Jugendkulturfest Do it! in Wuppertal hat bereits Tradition – schon zum dritten Mal lud die städtische Diakonie in diesem Juni zu einer offenen Bühne ein, für jugendliche Geflüchtete, ihre Vormund-Familien, für Ehrenamtliche und Mitarbeitende aus den Jugendhilfeeinrichtungen Wuppertals. 

Über sprachliche Grenzen hinweg trugen Filmbeiträge, Gesang, Poesie und zuletzt auch Tanzmusik. Ziel war es, die Jugendlichen zum einen näher zusammenwachsen zu lassen, ihnen außerdem aber auch eine Plattform für eigene Auftritte zu bieten, ganz individuell gestaltbar. Dazu wurde im Hof gegrillt, in einem der ältesten und größten soziokulturellen Zentren Deutschlands – in der Börse Wuppertal.

Zwischen den Musik-Beiträgen fanden dann auch Lyrics ganz anderer Art ihren Platz - Die Poetinnen und Poeten des Poetry Project lasen eindringliche Gedichte über verlorene Kindheit, über den beschwerlichen Weg nach Deutschland, über Hürden, aber auch über Freundschaft und Liebe, die jegliche Grenzen überwinden.

Organisation: Maria Shakura

Poetinnen und Poeten: Robina Karimi, Shahzamir Hataki, Yasser Niksada, Rojin Namer

Morgenland Festival

Robina Karimi  |  Foto: Rottkay

Fokus Zentralasien: Musik trifft Poesie

Mittwoch, 20.06.2018 • 20.00 • Felix-Nussbaum-Haus, Osnabrück

Seit 2005 widmet sich das Morgenland Festival vor allem musikalischen, aber auch sonstigen kulturellen Beiträgen aus dem Nahen Osten, ob Film, Foto oder Literatur. Dieses Jahr stand vom 05. Mai bis zum 24. Juni alles im Zeichen einer Verlagerung nach Zentralasien. Im Programm waren Künstlerinnen und Künstler etwa aus Afghanistan, Aserbeidschan, China, Kasachstan und Russland vertreten.

Am Vorabend der Poetry Project-Lesung wurde den schamanischen Klängen von Raushan Orozbaeva und Ulzhan Baibussynova aus Kasachstan gelauscht, am 20. Juni standen dann sieben junge Poetinnen und Poeten selbst auf der Bühne. Im Felix-Nussbaum-Haus, zwischen den Gemälden des jüdischen Künstlers und Drucken des Krisen-Fotografen Andy Spyra aus Afghanistan, entstand ein eindrucksvoller Rahmen für die berührende Poesie; ergänzt durch das bedrückende Ambiente der unverwechselbaren Architektur Daniel Libeskinds, spürbar geknüpft an die Deportation Nussbaums nach Auschwitz. 

Vor dem bis auf den letzten Platz besetzten Museumssaal wurden Texte über die Schrecken erzwungener Flucht gelesen, über das Alleinsein, aber auch über Stärke und Liebe, allen Widerständen zum Trotz. Vorgetragen wurde auf Persisch, Arabisch und Deutsch; weitere Übersetzungen ins Deutsche wurden ausdrucksstark von Schauspieler Oliver Meskendahl deklamiert. Zuletzt gab es minutenlange Standing Ovations, die Anerkennung und Respekt gegenüber dem Mut der Jugendlichen greifbar machten.

Dank geht an Theresa Mattusch, sowie an Festival-Leiter Michael Dreyer für die umfangreiche und ausgesprochen liebevolle Rundum-Betreuung vor Ort, die die Veranstaltung maßgeblich prägte.

Poetinnen und Poeten: Rojin Namer, Robina Karimi, Mahdi Hashemi, Mahdi Rezaei, Yasser Niksada, Shahzamir Hataki, Michael Krasnov
Künstlerische Leitung: Michael Dreyer, Theresa Mattusch

Morgenland Festival Osnabrück