Horizonte Festival

Foto: Lisa Gropengießer

19. bis 21.07.2019 • Festung Ehrenbreitstein Koblenz

Wo Mosel und Rhein sich küssen, da entsteht, mit einem wunderbaren Ausblick über die Stadt Koblenz und das Rheintal, seit 17 Jahren das Weltmusikfestival Horizonte auf der Festung Ehrenbreitstein. Künstlerinnen und Künstler aus über 20 Ländern performten dieses Jahr dort und trugen zu einer sehr angenehmen und herzlichen Atmosphäre bei, genau wie die Café Hahn Crew, mit deren Energie und Fördergeldern das Festival jährlich organisiert wird. In der Festungskirche waren Helena vom Beyme, Yasser Niksada, Mahdi Hashemi und Hamed Baluch von The Poetry Project zu einem ökumenischen Gottesdienst eingeladen, und ergänzten mit einigen ihrer Gedichte die Predigt von Jutta Lehnert, in der sie kritische Worte zum drastischen Rückgang der Vergabe von Kirchenasyl im letzten Jahr fand. Ergänzend zur Lesung fand auch ein Schreibworkshop statt, währenddessen wir spannende Gespräche über kulturelle Räume in der Stadt und künstlerische und persönliche Authentizität hatten. Unsere Gedichte-Tombola am Merch-Stand sorgte dann noch für den gewissen Nervenkitzel.

Schulleiter*innenkonferenz

Foto: Rottkay

09.07. und 24.07.2019 • Meeet Mitte

»Why do you want to take this life away from me, to deny me freedom? I too am a human.« – Robina Karimi

Im Juli wurde das Poetry Project gleich zwei Mal eingeladen, Teil des Programms einer Konferenz für Schulleiter*innen aus den USA zu sein, die soziale Projekte in Berlin kennenlernen wollten. Neben Rachel Clarkes Storytelling Arena, die mit ihrem Tandemformat ebenfalls eine Plattform für den lyrischen Austausch mit geflüchteten jungen Menschen anbietet, lasen die Poet*innen des Poetry Projects ihre Werke zunächst wie gewohnt auf ihrer Muttersprache vor. Zum zweiten Mal seit der TEEME Conference an der Freien Universität 2018 wurden im Anschluss die englischen Übersetzungen vorgetragen, von der jungen Autorin und Singer-Songwriterin Anne Genberg aus New York. Besonders die positive Resonanz der Zuhörenden hat die Vortragenden nachhaltig beeindruckt, daher bedanken wir uns sehr bei dem herzlichen Publikum, bei Aidan Bartley für die Einladung und Organisation und bei Ali Alzaeem, Rojin Namer, Robina Karimi, Reza Hossaini und Hamed Baluch für das Teilen ihrer persönlichen Erfahrungen.

Freie Universität Berlin

Foto: Rottkay

Institutsfeier Philosophie und Geisteswissenschaften

04.07.2019 • 19.30 • Freie Universität Berlin

Die Treppen des Beton-Theaters im Theaterhof der Freien Universität waren schon mit bunten Kissen ausgelegt, um die Vortragenden dort auf die Bühne zu holen. Die Ränge blieben jedoch leer, denn die Programmbeiträge wurden kurzerhand ins Grüne verlagert, um die Gäste der Jubiläumsfeier des Instituts für Philosophie und Geisteswissenschaften zwischen Blumensträußen und Luftballons die letzten Sonnenstrahlen genießen zu lassen.

Neben anderen spannenden Vorträgen, wie dem von Erika Fischer-Lichte, einer der weltweit bekanntesten Theoretikerinnen der Theaterwissenschaft, durften auch unsere Poet*innen Robina Karimi, Rojin Namer, Ali Alzaeem und Matin Hosseini ihre Texte präsentieren – ihre Themen waren Erinnerungen an vergangene Sommer, an Familienangehörige und Freunde, Liebe, Einsamkeit, und wahre Geheimnisse.

Den Vortrag der Übersetzungen übernahm Denis Abrahams, Mitbegründer des Literaturhauses Lettrétage und festes Mitglied des Vorleser*innenensembles des internationalen literaturfestivals berlin. Wir danken ihm für die gefühlvolle Interpretation der Texte, und Carolin Hehn für die Einladung.

Buchhändlerkeller

Shahzamir Hataki, Foto © Rottkay
Shahzamir Hataki, Foto: Rottkay

Poesie aus Leidenschaft

02.07.2019 • 19:30 • Buchhändlerkeller

Nachdem eine der ersten Lesungen des Poetry Projects im Buchhändlerkeller stattgefunden hatte, durften unsere inzwischen routinierten Poet*innen Anfang Juli zu diesem besonderen Ort zurückkehren.
Als Haus für Literatur wird der Buchhändlerkeller, der »weder Buchhandlung, noch Keller«  ist, mit viel Herzblut von Ehrenamtlichen geführt. Sowohl die kunstvolle Atmosphäre des Parterres eines noblen Gründerzeithauses sowie das engagierte Publikum ermöglichten eine intime Lesung, die auf sehr positive Resonanz traf. Dabei lieh der Schauspieler Matthias Scherwenikas den deutschen Übersetzungen erneut seine Stimme und sorgte mit seiner lebhaften Interpretation der lyrischen Werke für ein eindringliches Lesungserlebnis.
Nachdem Robina Karimi, Rachel Ulrich, Shahzamir Hataki und Ali Alzaeem ihre Texte über Zugehörigkeit, Sprache und Wut über die Politik mit den Zuhörenden geteilt hatten, folgte eine aktive Zeit des Dialogs zwischen Publikum und Vortragenden.
Wir danken Heinz Balzer vom Buchhändlerkeller, dem ausgesprochen interessierten Publikum, Matthias Scherwenikas und den Poet*innen!

Stadtmuseum Kassel

Charlene Hackley, Foto: Theresa Rüger

Das Paradies wurde zur Schlacht

15.06.2019 • 18.30 • Stadtmuseum Kassel

Diesmal fuhren wir als reine Mädchen-Gruppe nach Kassel, um darauf aufmerksam zu machen, dass nicht nur Jungs, sondern auch junge Mädchen allein nach Europa flüchten. Ihre Perspektiven auf Flucht und Gesellschaft sollten im Vordergrund stehen.
Vier Tage nach der Ausstellungseröffnung Blutiger Boden im Kasseler Stadtmuseum, die sich mit den neun Morden des Nationalsozialistischen Untergrundes befasst, stellten die Poetinnen unter anderem kritische Texte zur Willkommensgesellschaft vor, wie auch Gedichte zum Thema Begegnung und Heimat, die den Besucher*innen unter die Haut gingen. Nicht nur die Lesung löste im Publikum Ergriffenheit aus, sondern auch der Conscious Rap von Joe d’Arc, einer Nachwuchskünstlerin aus Kassel, der uns allen die Dringlichkeit umweltbewussten Handelns vorhielt.
Vor und nach der Lesung gab es jeweils einen Workshop, der die Möglichkeit gab, sich gegenseitig kennenzulernen - so erklärten wir uns etwa gegenseitig Texte unserer Lieblings-Musiker*innen und ließen uns davon zu Gedichten inspirieren.
Wir bedanken uns bei Charlene Hackley vom Amt für Schule und Bildung der Stadt Kassel für die Stadtführung, wie auch für die sonstige Organisation, sowie beim Stadtmuseum für Raum zum Denken und Schreiben.

LesArt

Mohammed Ali, Saher Baso, Foto: Rottkay

18.06.2019 • LesArt

20 Schüler*innen des OSZ Handel 1 Berlin trafen sich von Februar bis Juni regelmäßig bei LesArt, dem Literaturhaus für Kinder und Jugendliche zum kreativen Austausch. Zum Überthema »Glück«  wurden nicht nur Gedichte geschrieben, sondern, unter Anleitung der Fotografin Leona Goldstein, auch passende Bilder zu den Texten gefunden. Am 18. Juni lud die LesArt zu einer Präsentation der daraus entstandenen lyrischen und visuellen Werke ein. Dabei bestand die Veranstaltung aus zwei Teilen, während derer den Besucher*innen die Ergebnisse des Workshops im Rahmen einer Lesung präsentiert wurden und sie durch die Teilnahme an einem kleinen Mitmach-Workshop einen persönlichen Zugang zu dem Schreibprozess der Jugendlichen bekamen. Außerdem wurden Bilder und Texte in einer Ausstellung visualisiert.