Box Freiraum

The Poetry Project | Foto © Rottkay
Interview mit Ghani Ataei | Foto: Rottkay

Geflüchtete im Iran

07.02.2017 • 19:00 • Box Freiraum

Der Iran ist eines der wichtigsten Aufnahmeländer für afghanische Flüchtlinge. Millionen Afghanen haben ihr Heimatland verlassen, um in ihrem Nachbarland Schutz zu suchen. Dabei hat aber nur ein Drittel von Ihnen eine Aufenthaltsgenehmigung; viele bewegen sich illegal im Land, verdingen sich als Tagelöhner. Zwischen der iranischen Mehrheitsgesellschaft und der afghanischen Gemeinschaft gibt es Spannungen. Nicht wenige sehen sie als Belastung für das System und als Wettbewerber um knappe Ressourcen.Noch im jugendlichen Alter, haben die Dichter von »The Poetry Project« den Iran als Flüchtlinge durchquert. Sie leben heute in Berlin, drücken ihre Erfahrungen in Poesie aus und knüpfen so an afghanische und persische Traditionen an. Lesung und Gespräch mit Jamaluddin Sajjadi. Die Schauspielerin Lydia Schamschula und der Philosoph Florian Goldberg lasen die Gedichte auf Deutsch.

Goethe Institut

internationales literaturfestival berlin 2016

The Poetry Project | Foto © Rottkay
Mahdi Hashemi, Yasser Niksada | Foto: Rottkay

Kinder- und Jugendprogramm

16.09.2016 • 11:00 • Haus der Berliner Festspiele

Die jungen Dichter traten beim internationalen literaturfestival berlin 2016 ein zweites Mal auf, diesmal vor einem ganz anderen Publikum, das sich vor allem aus Schulklassen zusammensetzte. 

Nach dieser Lesung der jungen Dichter bildeten sich vor dem Büchertisch spontan lange Schlangen mit Dutzenden junger Menschen. Berliner Schülerinnen und Schüler standen an, um einen der Gedichtbände der Berliner Anthologie The Poetry Project zu erwerben und die Kriegsflüchtlinge um ein Autogramm zu bitten. Viele wollten mehr über die Autoren wissen und baten sie sogar um ihre Telefonnummer.

Schlagartig wurde klar: Wenn es Gedichte vermögen, dieses menschliche Interesse für einander zu wecken, funktioniert das nicht nur auf einem Literaturfest, sondern auch anderswo. Der beste Platz dafür ist natürlich die Schule und überall dort, wo Geflüchtete und deutsche Bürger regelmäßig zusammentreffen.

Die Schauspielerin Lydia Schamschula und die Spiegel Auslandskorrespondentin Susanne Koelbl lasen die Gedichte auf Deutsch.

internationales literaturfestival berlin 2016 – Auftakt

The Poetry Project | Foto © Rottkay
Samiullah Rasouli | Foto: Rottkay

06.09.2016 • 21:00 • Haus der Berliner Festspiele

Den Auftakt beim Internationalen literaturfestival berlin 2016 machte die Vorveranstaltung »The Poetry Project«, bei dem Ghani Ataei, Mahdi Hashemi, Kahel Kaschmiri, Samilullah Rasouli, Shahzamir Hataki und Yasser Niksada aus Afghanistan und dem Iran ihre Gedichte vortrugen. Die Schauspielerin Lydia Schamschula und die Spiegel Auslandskorrespondentin Susanne Koelbl lasen die Gedichte auf Deutsch.

Es seien »berührende und dramatische Gedichte, die eine Vorstellung vermitteln von der Flucht und bringen uns die Menschen näher, die sie verfasst haben … Zeugnisse der aktuellen humanitären Krisen. Aber auch ihre Kultur wird in der Lyrik vermittelt, denn obwohl die jugendlichen Dichter zum Teil ihre ersten Gedichte verfassen und nicht immer eine kontinuierliche Bildung genossen haben, zeigen die Texte, in welcher kulturellen Tradition sie stehen. Ähnlich wie die bekanntere persische Dichtung wirken diese Gedichte erzählend und prosaisch ohne den Gedichtcharakter zu verlieren.« FAZ

Erste öffentliche Lesung

The Poetry Project | Foto © Rottkay
Shahzamir Hataki, Susanne Koelbl | Foto: Rottkay

17.05.2016 • 19:00 • Box Freiraum

Die erste öffentliche Lesung mit Ghani Ataei, Mahdi Hashemi, Shahzamir Hataki, Kahel Kaschmiri, Mohamad Mashghdost, Yasser Niksada und Samiullah Rasouli. Die Schauspielerinnen Julia Huston und Mira Wichers lasen die Gedichte auf Deutsch.

»Was sie vortrugen, war nicht orientalisch-blumig, aber auch nicht westlich-cool. Es war erschütternd, weil es Erfahrungen zur Sprache brachte, an denen andere zerbrechen.« Süddeutsche Zeitung