AfghanistanAnonymGedichte

Ungreifbar wie ein Regenbogen

Anonym

Afghanistan

 

Die große Frage: Traum oder Ziel?
Alle sagen, dass Träume nicht greifbar sind.
Ich sage, dass Träume gar nicht existieren und nie existiert haben.
Die Vergangenheit, die die Zukunft war, hat mein Herz gebrochen.
Sie forderte all meine Gefühle, raubte mir meine Familie und Freunde.
Während des Träumens gibt es diese Freiheit, die eine Lüge ist.
Wie ein Regenbogen, sichtbar, aber doch ungreifbar.
Eine ideale und vollkommene Welt, die die Menschen
zur Flucht vor der Realität für sich selbst erbaut haben.

Aber ich glaube an etwas, das man Ziel nennt,
weil es mir immer meine Wünsche erfüllt.
Vielleicht komme ich an eine Sackgasse und brauche einen neuen Plan.
Ich denke daran, was passieren könnte,
wenn die Angst bei den Menschen nicht existierte.
Wenn sie alle ihre Lebensschritte zum Klingen brächten,
wie die Tasten eines Klaviers.
Das einzige Gefängnis dieser Welt sind die Tabus in den Köpfen der Menschen.
Kommt und lasst uns die Grenzen überschreiten.
Ohne Angst, Fehler zu begehen.

 

Anonym (23)

Der Autor flüchtete vor vier Jahren auf dem Seeweg aus Afghanistan.