Ich fürchte mich vor Europa –
vor dem Morgen,
wenn ich erwache
und der Kaffee mich trinkt,
das Frühstück mich verzehrt,
die Arbeit mich verschlingt.

Ich fürchte mich vor der Nacht in Europa,
vor dem Schlucken nach der Arbeit,
wenn Gedanken an mir nagen.

Ich fürchte mich vor der Länge der Nacht,
wenn ich auf meinem Bett liege
und die Zähne des Wochenendes
leise an mir knirschen.

Ich fürchte mich vor dem Jahresurlaub,
wenn ich nicht einmal
an meine Heimat denken kann,
und die Gassen meines Landes
mich im Traum umzingeln.

Ich fürchte mich vor dem Ansturm
der kreisenden Wiederholungen
um den Hals des Lebens.

Ich bin kein europäischer Mensch –
doch ich bin allein.
Und eines Tages
werde ich sterben,
einsamer als alle Europäer.