Kahel Kaschmiri (*2000) wuchs in einer achtköpfigen Familie in der afghanischen Provinz Ghazni auf. Ein Miliz-Kommandeur hatte es auf den Jungen abgesehen. Kahel floh durch den Iran, im Kofferraum eines Schleppers. Nach 29 Tagen Flucht mit dem Auto und zu Fuß erreichte der damals 14-Jährige schließlich Berlin und musste sich ein Leben ohne seine Familie aufbauen. Er erinnert sich nicht gern an die erste Zeit in der Großstadt und seine provisorische Unterkunft in einem Hotel. Das afghanische Essen vermisst Kahel nicht, weil er inzwischen alles selbst kochen kann, was seine Mutter für ihn als Kind zubereitete. In seinen Texten widmet er sich der kontrastiven Betrachtung des Lebens in Ghazni und Berlin. Er ging bis zur 10. Klasse zur Schule und hat mittlerweile eine Lehre zum Hotelfachmann begonnen.

Vî/ê niviskarî/ê xelat standiye.