Da sprach es: Sei !
Also war ich.
Und wie hätte ich nicht sein können?
Man sagte mir auch:
Der Treibstoff des Lebens sind Menschen und Steine.

Ich bekam Angst, akzeptierte und glaubte
Doch auf dem Weg zu Gott überkamen mich Zweifel
Ich bangte, bereute, warf mich in Anbetung nieder

Und wie hätte ich nicht sein können?
Dann sagte man mir:
Wir werden von unseren Wänden belauscht
und die Kerker reichen bis in den siebten Himmel.

Da erschrak ich und fügte mich
Verlor den Mut und hatte es satt
Gab mich zufrieden und raffte mich auf
Ich ängstigte mich und zauderte
Begann zu hoffen, begehrte auf
Wurde verfolgt, in die Enge getrieben
Fand keinen Ausweg und wanderte aus
Verirrte mich und zerriss in Stücke
So rannte ich Jahre und vollführte Sprünge
Dann fiel ich hin...
... versuchte aufzustehen und konnte nicht
Sah meine Fußspur und wunderte mich:
Wie hatte ich mich auf den Weg gemacht
war losgedüst
davongebraust
dahingestürmt
gejagt
gehetzt
hatte immer mehr Gas gegeben,
wie man mir sagte ...?

Und wie hätte ich das auch sein können:
ein Wind, der Winde hinwegweht,
eine Sekunde, die mit Stunden um die Wette läuft,
ein Vogel, schneller als der Sonnenaufgang,
doch der sich nachts verfliegt
und so den Morgen verpasst ?

Da sprach es: Sei !
Doch ich sagte:
Soweit das mich betrifft,
so hab ich beschlossen zu leben
und es langsam anzugehen: